10 Dinge, die ein Urbexer auf jeden Fall benötigt und bedenken muss

Taschenlampe, Handschuhe, GPS-Tracker, Decke, Taschenmesser, Schraubendreher
Einige Sachen sollten im Gepäck eines Urbexers nie fehlen..

Zwar sind wir noch nicht lange im Bereich Urbex aktiv, aber einige grundlegende Sachen haben wir schon vor und während der ersten Urbex-Tour gelernt. Eine gute Tour steht und fällt mit der richtigen Urbex Ausrüstung. 

Wie ärgerlich es z.B. ist, wenn man keine Taschenlampe dabei hat, wenn die Fenster mit Spanplatten verriegelt sind und man im Raum nichts sieht. Wie erfreulich es ist, wenn man den Lost Place direkt findet, den man im Netz schon ausgekundschaftet hat. Und wie mimimi man wird, wenn man feststellt, dass man gar nichts Essbares dabei hat, weil man „nur kurz“ in einen Lost Place hereinschauen wollte.

Planung und die richtige Urbex Ausrüstung sind beim Urban Exploring essentiell

Damit ihr euch nicht auch so ärgert und auf das Wesentliche – die Fotografie und das Entdecken – fokussieren könnt, haben wir eine Liste zusammengestellt. Möchtet ihr euch in diesen abenteuerlichen Bereich der Fotografie wagen, solltet ihr euch vorher nämlich richtig ausrüsten und vorbereiten.

Die richtige Ausrüstung: Urbex ist keine spontane Aktion

1. Recherchiert im Netz, ob der Lost Place wirklich lost ist.

Es gibt nichts Ärgerlicheres als die Tatsache, dass man einen vermeintlich tollen Lost Place gefunden hat und bei Ankunft feststellt, dass dieser entweder von keiner Seite betretbar ist, bewacht wird – oder im worst case gar nicht mehr existiert. Nutzt Google für die erste Recherche und macht euch Google Earth zunutze. Foreneinträge oder Kommentare in sozialen Medien geben oftmals Hinweise, ob euer angestrebter Lost Place auch noch zu erkunden ist. Nicht zuletzt haben uns schon Berichte in den Google News vor einer längeren Fahrt bewahrt, die bei einem abgebrannten oder abgerissenen Gebäude geendet hätten. Du willst mehr erfahren? Hier gibt es  9 praxiserprobte Tipps!

2. Geht nie alleine oder informiert jemanden darüber, wo ihr seid.

Es klingt wie Muttern, die sich Sorgen macht. Aber Ein Lost Place ist kein Spielplatz. Böden können marode sein, Verletzungen sind nicht ausgeschlossen. Sicherheit geht beim Urbex vor Abenteuerlust. Es nützt auch die beste Urbex Ausrüstung nichts, wenn man sich unüberlegt in Gefahr bringt. 

3. Smartphone mit gps-Daten.

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass eine einfache Adresse nicht immer die richtige Ortsangabe ist. Ist ein Gelände groß, landet man am Haupteingang – im schlimmsten Fall mit aufmerksamen Nachbarn oder einem Wachdienst, die die Tour schneller beenden, als man Urbex sagen kann. Habt ihr einen Eingang recherchiert, speichert auf jeden Fall die gps-Daten auf dem Handy. Dass das Handy ausreichend geladen oder eine Powerbank* mit dabei ist, erwähnen wir der Vollständigkeit halber. 

4. Kleidet euch der Witterung entsprechend.

Das sollte eigentlich klar sein, aber ein kurzer Spaziergang in einer Winterlandschaft lässt sich vermutlich noch mit den Händen in den Taschen bewerkstelligen. Aber mehrere Stunden ohne Handschuhe mit der kalten Kamera im Anschlag und einem Stativ griffbereit verbringen – das ist eine andere Hausnummer. Wir haben uns nach der ersten Tour, die leider viel zu kurz aufgrund von eiskalten Händen endete, dazu entschlossen uns Neoprenhandschuhe zu kaufen. Es gibt zwar spezielle Fotohandschuhe, aber die sind meist überteuert. Ebenso gut, wenn nicht noch besser, sind Handschuhe für den Anglerbedarf*. Und günstiger sowieso. Wir haben uns Modelle zugelegt, bei denen der Daumen, der Zeige- und Mittelfinger des Handschuhs zurück geklappt und mit Klettverschluss befestigt werden können. So kann die Kamera im Einsatz mühelos eingestellt werden, ohne den Handschuh ausziehen zu müssen. Auch Kopfbedeckungen sollten ab einer gewissen Temperatur zumindest eingesteckt werden.

5. Kleidet euch den Anforderungen entsprechend.

Fest sitzendes, im Bestfall wasserdichtes Schuhwerk mit rutschfester Sohle sollte bei keiner Tour fehlen. Oft sind Lost Places feucht und glatt, die Wege dahin können durch Gestrüpp führen. Die Kleidung sollte robust sein. Nicht allzu eng und nicht zu locker haben sich bei uns bisher als sinnvoll erwiesen. Bei zu enger Kleidung leidet der Bewegungsspielraum, bei zu weiter Kleidung bleibt man gern mal an vorstehenden Ecken hängen. Und dreckig werden sollte die Kleidung dürfen. Also sollten die Lieblingsstücke im Schrank bleiben. Funktion vor Style. Auch Kleidung mit großen Taschen, in die man mal ein Objektiv stecken kann oder eine Gürteltasche* wie diese hier* haben sich als sehr sinnvolle Utensilien erwiesen. Mal eben die Taschenlampe verstauen, dann zwischen zwei Objektiven wechseln, die Handschuhe kurz verstauen – da wäre es extrem lästig und zeitaufwendig, immer den Rucksack hervor zu kramen. Denkbar ist auch eine Weste mit viel Stauraum*, sofern diese für euch bequem ist.

6. Eine Decke oder ein Handtuch zum Unterlegen sind oftmals sehr sinnvoll.

Oftmals führen die Wege in ein Gebäude nicht bequem durch den Haupteingang. Kaputte Fenster, Löcher in Mauern oder Zäune sind fast übliche Zugänge. Eine Unterlage erleichtert den Einstieg und mindert das Verletzungsrisiko. Und dient als Unterlage, wenn der Boden dreckig ist – wenn man liegend fotografieren oder etwas ablegen will beispielsweise. Es gibt praktische Mikrofaser Handtücher* in verschiedenen Größen, die wegen des leichten Gewichts und des winzigen Packmaßes ideal für eine Urbex-Tour geeignet sind. 

7. Eine lichtstarke Taschenlampe pro Person gehört in jeden Rucksack.

Es gibt schon günstige LED-Taschenlampen für unter 10 Euro*, die viel Licht in dunklen Räumen spenden und entweder einen breiten, gestreuten oder einen schmalen, fokussierten Lichtkegel werfen. Wir nutzen akkubetriebene Taschenlampen mit 5000 Lumen, die uns sehr gute Dienste erweisen. 

8. Verpflegung und Getränke.

Auch die schönste Exploring-Tour ist schnell zu ende, wenn plötzlich ein Teilnehmer zur Diva wird, weil nichts zu essen oder trinken im Gepäck ist. Snacks und Getränke sollten auf jeden Fall immer dabei sein. Schnell vergisst man die Zeit oder ist zu weit weg vom Auto, um schnell mal eben Proviant zu holen.

9. Grundlegende Versorgung sollte immer dabei sein.

Feuchte Reinigungstücher, Taschentücher und Pflaster gehören ins Gepäck, besonders wenn man fotografieren möchte. Mit dreckigen Händen möchte man nur ungern auslösen oder gar ein Objektiv wechseln.

10. Gadgets.

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Gadgets wie eine Türklinke, ein Schraubendreher oder etwas, das als Türkeil fungieren kann, sehr sinnvolle Utensilien sein können. Oftmals sind Türen durch Vandalismus beschädigt und lassen sich zwar irgendwie öffnen – aber es ist nicht sicher, ob sie danach einfach wieder zufallen und man den Ausgang von innen öffnen kann. Am besten sollte also die Tür im geöffneten Zustand verkeilt werden. An vielen Lost Places liegt genug Kram herum, den man nutzen kann. Aber das weiß man ja vorher nie…

Unsere Tipps immer dabei? Speichert einfach die Checkliste als Bild auf eurem Smartphone!

Die richtige Urbex Ausrüstung enthält 10 Dinge
An diese 10 Dinge sollte jeder Urbexer vor seiner Tour denken

Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Welche Utensilien sollte man nach eurer Meinung immer dabei haben beim Urbexen? Wir freuen uns über Austausch in den Kommentaren!

 

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